Brand bei der Firma Burgmaier

In der Nacht des 7. Februar 2023 ereignete sich eine der größten Herausforderungen für die Gemeinde Allmendingen: Ein verheerender Großbrand zerstörte den Hauptsitz sowie weite Teile der Produktionsanlagen der Firma Burgmaier Technologies. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 200 Millionen Euro. Glücklicherweise kamen keine Menschen ums Leben, jedoch wurden fünf Feuerwehrleute leicht verletzt. Die Brandursache wurde auf ein nicht ordnungsgemäß gewartetes Blockheizkraftwerk (BHKW) zurückgeführt.

 

Ablauf des Einsatzes

Der Einsatz begann mit der Auslösung der Brandmeldeanlage – ein Szenario, das zunächst an vorangegangene Vorfälle erinnerte, bei denen Brände durch Werkzeugbrüche verursacht und erfolgreich von der integrierten CO₂-Löschanlage eingedämmt wurden. Doch dieser Einsatz nahm schnell einen anderen Verlauf. Bereits beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte war der Brandgeruch deutlich wahrnehmbar, und die Flammen breiteten sich trotz des schnellen Eingreifens rasend schnell aus.

Bild Stuttgarter Zeitung
Bild Südwest Presse
Bild shooter Media TV

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Die vor Ort befindlichen Einsatzkräfte stuften die Lage zügig als Großbrand ein und forderten Verstärkung an. Besonders herausfordernd waren die widrigen Wetterbedingungen: extreme Kälte, Glätte und starke Windböen erschwerten die Löscharbeiten erheblich. Trotz des engagierten Einsatzes aller Kräfte entwickelte das Feuer eine enorme Dynamik und verursachte Schäden, die alle bisherigen Befürchtungen übertrafen.

 

Einsatzkräfte und Herausforderungen

Mehr als 240 Feuerwehrleute aus Allmendingen und umliegenden Gemeinden, unterstützt durch das Technische Hilfswerk (THW), das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Polizei sowie die Werksfeuerwehr Schwenk, kämpften unermüdlich gegen die Flammen. Aufgrund der großen Mengen gelagerter Schmierstoffe erinnerte die Brandbekämpfung an die Herausforderungen eines Raffineriebrandes.

 

Die Einsatzkräfte mussten Temperaturen von mehreren hundert Grad trotzen, während ihre Ausrüstung durch die Kälte mit einer Eisschicht überzogen wurde. Der Einsatz dauerte über drei Tage, da immer wieder Glutnester aufflammten. Ohne die koordinierte Unterstützung der Nachbarwehren wäre die Brandkatastrophe noch weitreichender gewesen.

 

Auswirkungen auf das Unternehmen

Für die Firma Burgmaier hatte der Brand gravierende Folgen. Aufgrund beschränkter Flächen und strenger Umweltauflagen entschied das Unternehmen, die zerstörte Produktionsstätte in Allmendingen nicht wiederaufzubauen. Stattdessen wurden Kapazitäten an die Standorte in Laupheim und in die Slowakei verlagert. Dies führte zu einem Verlust von rund 80 Arbeitsplätzen in Allmendingen und markiert einen tiefgreifenden Einschnitt sowohl für die Firma als auch für die Gemeinde.

Brand
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Die Perspektive der Gemeinde

Der Verlust des Burgmaier-Standorts stellt Allmendingen vor große Herausforderungen. Über Jahrzehnte war das Unternehmen ein zentraler Wirtschaftsfaktor und wichtiger Arbeitgeber in der Region. Die Gemeinde arbeitet intensiv daran, neue Nutzungsmöglichkeiten für das Firmengelände zu prüfen und potenzielle Investoren zu gewinnen. Zugleich steht die Unterstützung der betroffenen Mitarbeitenden durch Programme und Vermittlungsangebote im Fokus.

 

Dank und Ausblick

Die Gemeinde spricht allen Einsatzkräften, Helfenden und Unterstützenden ihren tiefsten Dank aus. Ihr unermüdliches Engagement hat Schlimmeres verhindert. Dieses Ereignis verdeutlicht, wie wichtig Zusammenhalt und Kooperation in Krisensituationen sind.

 

Die Gemeinde blickt zuversichtlich nach vorn und ist entschlossen, die wirtschaftliche Basis Allmendingens zu stärken und gestärkt aus dieser Herausforderung hervorzugehen.

Brand
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