Spatenstich für den Bau eines interkommunalen Schafstalls in Ehingen
Am Montag, den 10. Juni 2024, erfolgte der offizielle Spatenstich für den Bau eines interkommunalen Schafstalls im Ziegelhof, gelegen außerhalb von Ehingen. Dieses bedeutende Projekt wird von den Städten Ehingen und Schelklingen sowie der Gemeinde Allmendingen im Alb-Donau-Kreis gemeinsam realisiert. Der Schafstall soll Platz für bis zu 490 Mutterschafe bieten und ist Teil einer Zusammenarbeit, die die traditionelle Hüte- und Wanderschäferei im Biosphärengebiet Schwäbische Alb stärkt und die Pflege der dort typischen Kulturlandschaften, wie Wacholderheiden und Kalkmagerrasen, sichert.
Hintergrund des Projekts
Das Vorhaben wurde durch das Projekt „Infrastrukturanalyse der Schäferei im Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ angestoßen. Zwischen 2018 und 2020 wurden die Schafweidegebiete und ihre Infrastruktur genau untersucht. Die Ergebnisse führten zu der Empfehlung, einen Schafstall in interkommunaler Zusammenarbeit zu errichten. Ziel dieses Projekts ist es, die Hüte- und Wanderschäferei zu fördern und die typischen Landschaften der Schwäbischen Alb langfristig zu erhalten.
Beteiligte und Fördermittel
Der symbolische Spatenstich wurde von Regierungspräsident Klaus Tappeser, Markus Möller, Erster Landesbeamter des Alb-Donau-Kreises, Oberbürgermeister Alexander Baumann sowie dem Bürgermeistern Ulrich Ruckh (Schelklingen) und mir durchgeführt. Das Bauvorhaben erhält bedeutende Unterstützung durch das Regierungspräsidium Tübingen und das Biosphärengebiet Schwäbische Alb, die das Projekt als besonders förderwürdig einstufen. 70 % der Baukosten werden durch die Landschaftspflegerichtlinie (LPR) gefördert, was den Bau eines Sommerstalls für etwa 370 bis 490 Mutterschafe ermöglicht.
Umsetzung und Herausforderungen
Die Umsetzung des Schafstalls stieß zunächst auf Verzögerungen, insbesondere aufgrund von fehlenden Angeboten von Bauunternehmen und gestiegenen Baukosten. In den letzten vier Jahren waren die Baukosten um mehr als 30 % gestiegen. Infolgedessen erteilte das Regierungspräsidium Tübingen einen Änderungsbescheid, der eine Erhöhung der Fördermittel vorsieht. Nachdem alle beteiligten Kommunen ihre Zustimmung erteilten, wurden Ende 2023 die notwendigen Haushaltsmittel bereitgestellt, und im März 2024 konnte der Baubeschluss gefasst werden.
Bedeutung für die Region
Der neue Schafstall hat eine hohe Bedeutung für die Region, da er die traditionelle Hütehaltung unterstützt und somit die ökologische Pflege der Landschaft fördert. Die Hüteschäferei trägt entscheidend dazu bei, dass Wacholderheiden und Kalkmagerrasen nicht verbuschen und ihre typische Flora und Fauna erhalten bleiben. Der Schafstall wird außerdem als Basisstation für die Wanderschäferei dienen, wo Schafe und Ziegen artgerecht und medizinisch versorgt werden können. Eine Mehrzweckhalle wird ebenfalls Teil des Projekts sein, um Maschinen unterzubringen.
Zukünftige Pläne
Die Bauarbeiten für den Schafstall sollen weitestgehend im Jahr 2024 abgeschlossen sein, sodass der Stall Anfang 2025 in Betrieb genommen werden kann. Das Projekt zeigt das starke Engagement der Städte Ehingen und Schelklingen sowie der Gemeinde Allmendingen für den Erhalt und die Pflege der einzigartigen Kulturlandschaft der Schwäbischen Alb.
Dieses interkommunale Projekt stärkt nicht nur die Schäferei, sondern auch das ökologische Bewusstsein in der Region und fördert die Zusammenarbeit der beteiligten Kommunen. Es wird erwartet, dass der neue Schafstall die Effizienz und Nachhaltigkeit der Hüteschäferei erheblich steigert und somit einen bedeutenden Beitrag zum Erhalt der natürlichen Ressourcen und der landschaftlichen Vielfalt leistet.
Kostenanteil der Gemeinde Allmendingen: ca. 43.000 Euro.





