Bürgermeister
Florian Teichmann

„Demokratie, das sind wir alle. 
Jeder soll erfahren, dass es auf ihn ankommt.“
Horst Köhler
Ehem. Deutscher Bundespräsident

 

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Schmiech

Fortschritt bei der Renaturierung der Schmiech

Die geplante Renaturierung der Schmiech im Süden unserer Gemeinde — ein zentraler Punkt in den Projektideen der Gemeinde Allmendingen — kommt voran. 

Neue Förderanträge gestellt

In der Zwischenzeit haben wir — auf Initiative der Verwaltung und mit Beschluss des Gemeinderats — zwei Förderanträge eingereicht:

  • Einen Antrag auf Fachförderung für die Renaturierung der Schmiech.

  • Einen Antrag beim Naturschutzfonds für die Einrichtung eines „blaue[n] Klassenzimmers“.

Wir hoffen sehr, für beide Anträge einen positiven Förderbescheid im ersten Quartal 2026 zu erhalten — damit könnten die Arbeiten noch im Jahr 2026 beginnen.

Bürgerinformation am 25. November

Am 25. November fand eine öffentliche Bürgerinformation zu dem Vorhaben statt. Die Resonanz war überwältigend: Viele Bürgerinnen und Bürger, die das Thema seit Jahrzehnten verfolgen, nahmen aktiv teil. Die Diskussion zeigte deutlich, wie groß das Interesse und die Unterstützung für die Renaturierung sind.

Besonders beachtlich: Bereits Anfang der 1990er Jahre wurde von der Gemeinde ein erster Anlauf unternommen — damals scheiterte das Vorhaben am fehlenden Grunderwerb. Jetzt konnten wir den notwendigen Grund erwerben und die alten Pläne überarbeiten und weiterentwickeln.

Ziele der Renaturierung & begleitende Maßnahmen

Mit der Renaturierung verfolgen wir mehrere, miteinander verzahnte Ziele:

  • Ökologische Aufwertung: Die Umgestaltung der Schmiech soll die Gewässerökologie deutlich verbessern — mehr Strukturvielfalt, bessere Wasserqualität und Lebensräume für Tiere und Pflanzen. 

  • Verbesserung der Gewässerhydraulik im Bereich der Brücke an der Marienstraße: In diesem Bereich kommt es derzeit regelmäßig zu Ablagerungen („Anlandungen“), die nur aufwendig zu entfernen sind. Durch eine optimierte Strömungsführung und eventuelle Flussumlegung sollen solche Anlandungen künftig der Vergangenheit angehören. 

  • Bildungs- und Erlebnisort „blaues Klassenzimmer“: Die Schmiech soll mit dem blauen Klassenzimmer — inkl. Informationstafeln und Öffentlichkeitsarbeit — als lebendiger Natur- und Lernort für Schulen, Kindergärten und die gesamte Bevölkerung entwickelt werden. Damit schaffen wir Raum für Umweltbildung und gemeinschaftliches Erleben der Natur.

  • Grundlage für eine Infrastrukturmaßnahme: Durch die Renaturierung und dabei notwendige Verfüllung des alten Flussbetts bzw. bisherigen Triebwerkskanals schaffen wir die Voraussetzung für eine grundlegende Sanierung und Erweiterung der angrenzenden Bergstraße. Ziel ist eine deutlich verbreiterte Straße bzw. Verbreiterung des Gehwegs, um mehr Sicherheit und Platz für Fußgänger zu ermöglichen. 

Ausblick und Bedeutung für unsere Gemeinde

Die anstehende Renaturierung der Schmiech ist nicht nur eine ökologische Maßnahme — sie steht für nachhaltige Entwicklung, Naherholung, Bildung und mehr Lebensqualität.

Mit dem blauen Klassenzimmer schaffen wir eine neue Begegnungs- und Lernplattform; mit der verbesser­ten Gewässerführung und der geplanten Straßensanierung leisten wir einen Beitrag zu Sicherheit und Mobilität.

Sollte der Förderbescheid im Quartal 1/2026 erteilt werden, besteht gute Aussicht, dass im Jahr 2026 bereits mit den Arbeiten begonnen werden kann. Damit können wir ein Jahrzehnte altes Ziel verwirklichen und gleichzeitig zukunftsweisende, sinnvolle Entwicklungen für Allmendingen anstoßen.

Wir freuen uns sehr über das große Interesse der Bürgerinnen und Bürger und sind überzeugt: Mit dieser Entscheidung schaffen wir einen echten Mehrwert — für unsere Umwelt, unsere Gemeinde und zukünftige Generationen.

Renaturierung der Schmiech im Süden von Allmendingen

Die Gemeinde Allmendingen plant eine umfassende Renaturierung der Schmiech im südlichen Gemeindegebiet. Aktuell laufen die Vorbereitungen für diese Maßnahme, die eine Verlagerung des Flussverlaufs in einen tiefer gelegenen Bereich des Geländes vorsieht. Diese Renaturierung verspricht mehrere positive Effekte für die Umwelt und die Infrastruktur der Gemeinde.

 

Ein zentraler Aspekt dieser Maßnahme ist die Verbesserung der ökologischen Bedingungen sowie der Durchlässigkeit des Gewässers. Der südliche Abschnitt ist der letzte Bereich auf Allmendinger Gemarkung, in dem eine Renaturierung noch umgesetzt werden kann. Durch die natürliche Umgestaltung wird die Biodiversität gefördert und die Wasserqualität verbessert.

 

Ein weiterer Vorteil der geplanten Verlegung des Flusslaufs betrifft den Bereich der Brücke Marienstraße. Durch die geänderte Strömung erhofft sich die Gemeinde eine Reduzierung von Ablagerungen in diesem Bereich, was langfristig zu einer besseren Wasserführung beiträgt.

 

Neben den ökologischen und hydrologischen Verbesserungen schafft die Verlegung des Flusslaufs in einen natürlichen Tiefpunkt zudem neue Möglichkeiten für die Infrastrukturentwicklung. Durch den Rückbau des bisherigen Triebwerkskanals entlang der Bergstraße wird zusätzlicher Raum gewonnen. Dieser soll in einem separaten Folgeprojekt genutzt werden, um die Bergstraße zu sanieren und zu erweitern. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Durchgängigkeit für den Fußverkehr zu verbessern und die Straße insgesamt aufzuwerten.

 

Derzeit wird geplant, den Förderantrag für die Renaturierungsmaßnahme im Sommer 2025 einzureichen. Nach Bewilligung der Fördermittel soll das Projekt zeitnah umgesetzt werden. Die Gemeinde Allmendingen setzt sich damit aktiv für eine nachhaltige Entwicklung und die Verbesserung der Lebensqualität ein.

Renaturierung